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In 2013 läuft eine wichtige Frist ab

Noch haben Sie ca. ein Jahr Zeit – aber dann verfallen Verlustvorträge aus den Jahren vor 2009, die Sie aus Spekulationsgeschäften oder negativen Einkünften aus Kapitalvermögen erzielt haben.

Betroffen sind Steuerpflichtige, die in den Jahren vor 2009 einen negativen Spekulationsgewinn erzielt haben, der durch einen entsprechenden Steuerbescheid festgestellt wurde. Dieser konnte nach der alten Rechtslage nur mit zukünftigen Spekulationsgewinnen verrechnet werden, nicht jedoch mit anderen positiven Einkünften, z.B. solchen aus Gewerbebetrieben.

Da ab dem Jahre 2009 die Abgeltungssteuer eingeführt wurde, hat sich die Rechtslage gravierend verändert: Spekulationsgewinne, also z.B. Gewinne, die entstehen, wenn man Wertpapiere zu einem höheren Kurs verkauft als man sie erworben hat, werden mit im gleichen Jahr oder in den Folgejahren entstehenden Spekulationsverlusten verrechnet. Das macht die Bank in der Regel automatisch für Sie. Werden z.B. Spekulationsgewinne am Jahresanfang erzielt, wird zunächst nur der Nettobetrag abzüglich Abgeltungssteuer gutgeschrieben. Werden aber im Laufe des gleichen Jahres später Spekulationsverluste erzielt, erstattet die Bank einen Teil oder den gesamten Betrag der zuvor einbehaltenen Abgeltungssteuer wieder.

Was passiert aber mit Spekulationsverlusten aus den Jahren vor 2009? Diese können mit gleichgelagerten Spekulationsgewinnen in den Folgejahren verrechnet werden. Letztmalig geht dies aber für den Veranlagungszeitraum 2013, also bis zum 31.12.2013.

Daher kann es Sinn machen, Wertsteigerungen im Depot tatsächlich zu realisieren, also Titel mit Kursgewinnen zu verkaufen. Die Bank wird in diesem Falle die Kapitalertragssteuer (Abgeltungssteuer) einbehalten. In der Steuererklärung kann jedoch dann beantragt werden, dass diese Kursgewinne mit den Altverlusten verrechnet werden.

Kann ich auf diese Weise Vorteile aus „Altlasten“ in meinem Depot ziehen, z.B. aus Titeln, die nach kräftigen Kursverlusten immer noch im Minus stehen?

Leider nein, denn nach altem Recht blieben Spekulationsgewinne dann steuerfrei, wenn sie nach mehr als einem Jahr Haltefrist aus einem Wertpapier entstanden sind. Das betraf leider auch Verluste. Auch diese bleiben steuerlich unberücksichtigt, wenn man erst nach mehr als einem Jahr mit Verlust verkauft hat. Haben Sie also ein Wertpapier, welches vor dem 01.01.2009 erworben wurde, und welches heute noch im Minus steht, dann bleibt dessen Veräußerung – egal ob mit Gewinn oder mit Verlust – ein steuerlich neutraler Vorgang.

Wie immer gilt zu dem vorstehenden Äußerungen: der Teufel steckt im Detail! Fragen Sie also zu Ihrer persönlichen Veranlagung und zu steuerlichen Fragen der Vermögensdisposition immer Ihren Steuerberater, der vorstehende Text kann eine umfassende Beratung nicht ersetzen.

Letzte Änderung am Freitag, 21 Dezember 2012 09:30
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